Bild 1: Seltenes Jubiläum: Landrat Karl Röckinger (links im Bild) ehrt Neuenbürgs Bürgermeister Theo Schaubel für 50 Jahre im Öffentlichen Dienst.

Verdienste fanden Würdigung

Neuenbürgs Bürgermeister Theo Schaubel seit 50 Jahren im Öffentlichen Dienst / Ehrung durch Landrat Karl Röckinger

50 Jahre im Öffentlichen Dienst – dieses seltene Jubiläum feiert Neuenbürgs Bürgermeister Theo Schaubel. Landrat Karl Röckinger hatte den Jubilar und seine drei Stellvertreter Dr. Dieter Lenzinger, Günter Moldenhauer und Heinz Faaß sowie den Vorsitzenden der Bürgermeisterversammlung des Enzkreises, Jürgen Kurz (Niefern-Öschelbronn), ins Landratsamt eingeladen, um ihn auch im Namen des Mnisterpräsidenten für seine zahlreichen Verdienste zu ehren.

Der 1940 in Nordheim geborene Schaubel leistete in den Jahren 1956 bis 1962 zunächst seinen Vorbereitungsdienst für die Verwaltungslaufbahn bei den Bürgermeisterämtern Nordheim und Altensteig, beim Landratsamt Heilbronn und der Staatlichen Verwaltungsschule in Stuttgart.

Von 1962 bis 1967 war Schaubel im Kommunal- und Hauptamt des Landratsamtes Heilbronn beschäftigt und anschließend elf Jahre Kämmerer der Gemeinde Flein im Landkreis Heilbronn. Daraufhin stand der dreifache Familienvater vier Jahre im Dienst der Gemeindeprüfungsanstalt. Von 1965 bis 1982 unterrichtete er zudem angehende Beamte – unter ihnen den heutigen Landrat des Enzkreises – im Fach „Kommunales Wirtschaftsrecht“.

Am 19. September 1982 dann der große Tag in Schaubels Berufsleben: seine Wahl zum Neuenbürger Bürgermeister. Hatte er im ersten Wahlgang gegen fünf Mitbewerber mit 48 Prozent der gültigen Stimmen nur knapp die absolute Mehrheit verfehlt, setzte er sich im zweiten Wahlgang mit 56 Prozent der gültigen Stimmen durch. Im Juli 1990 und im Juli 1998 wurde er dann, ohne Gegenkandidaten, mit 98 beziehungsweise 95 Prozent der gültigen Stimmen wiedergewählt. Schaubels Amtszeit endet am 19. Oktober 2006. Er ist dann 66 Jahre alt und darf somit nicht mehr kandidieren.

Laut Röckinger hat Schaubel, der seit 1989 auch im Kreistag sitzt, sehr viel für die Infrastruktur Neuenbürgs getan - für seine besonderen Verdienste hatte Schaubel bereits im November 2003 die Ehrennadel in Silber des Gemeindetages erhalten. Als Beispiele nannte Röckinger den Bau der Stadthalle Neuenbürg und der Mehrzweckhalle Dennach, die Stadtkernsanierung, die Ausweisung des Baugebiets Buchberg und des Gewerbegebietes Wilhelmshöhe, die Erweiterung des Gymnasiums, die Inbetriebnahme einer leistungsfähigen Kläranlage, die gemeinsame Nutzung des Schlosses Neuenbürg mit dem Land und last but not least den Anschluss Neuenbürgs an die Enztalbahn.

Röckinger: „Diese Herkulesaufgaben waren natürlich nur in konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Neuenbürger Gemeinderat zu bewältigen. Aber Herrn Schaubels sachliche, bescheidene, aber dennoch hartnäckige Art hat sicher zu einem großen Teil zu diesen Erfolgen beigetragen.“ So sei es nicht verwunderlich, dass sich Neuenbürg heute als attraktive Wohn- und Tourismusgemeinde präsentieren könne. Ob das Besucher-Bergwerk, das Schloss Neuenbürg mit Museum, das Gymnasium, das Freibad, die Klinik oder die Jugendmusikschule – die Stadt Neuenbürg verfüge über zahlreiche Einrichtungen mit überörtlichem Einzugsgebiet, was laut Röckinger für die Fähigkeit Schaubels zum „Blick über den Tellerrand“ spreche. Dazu passe auch die überaus rege Partnerschaft Neuenbürgs mit der französischen Mittelmeergemeinde Sainte-Maxime.

Röckinger: „Seit seinem Amtsantritt hat Herr Schaubel es als seine Lebensaufgabe und Verpflichtung gesehen, für die Menschen in Neuenbürg da zu sein. Er hat Wort gehalten und sein Amt nicht als Sprungbrett für andere Aufgaben gesehen. Vor ein paar Jahren hat er selbst gesagt, dass er in Neuenbürg große Aufgaben zu bewältigen hatte und dass er denkt, viel bewegt zu haben. Dazu kann ich nur sagen: Er hat Recht!“

Auch Nieferns Bürgermeister Jürgen Kurz fand – in seiner Funktion als Vorsitzender der Kreisabteilung des Gemeindetags Baden-Württemberg – anerkennende Worte für die Arbeit und das Engagement seines Kollegen. Schaubel selbst bedankte sich für die lobenden Worte und wies darauf hin, dass das gute Miteinander auf allen Ebenen ein maßgebender Erfolgsfaktor gewesen sei.

Wenige Tage zuvor wurde Bürgermeister Schaubel während der Gemeinderatssitzung im Neuenbürger Rathaus überrascht: Sein Stellvertreter, Stadtrat Dr. Dieter Lenzinger, würdigte die inzwischen fast 24jährige erfolgreiche Pflichterfüllung sowie den Fleiß und Tatkraft von Theo Schaubel für die Stadt Neuenbürg und überreichte im für seine 50jährige Zugehörigkeit zum Öffentlichen Dienst die Ehrengabe sowie ein Präsent der Stadt. Die Mitglieder des Gemeinderates unterstrichen diese Dankabstattung mit kräftigem Applaus. (enz)

 

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