Bodenrichtwertkarten der Stadt Neuenbürg

Der Gutachterausschuss der Stadt Neuenbürg hat am 30.03.2017 die Bodenrichtwerte (BRW) gemäß § 12 (3) der Gutachterausschussverordnung des Landes Baden-Württemberg entsprechend der Fälle der Kaufpreissammlung zum 31.12.2016 ermittelt.


 

Eine gewerbliche Nutzung der Karten zu Vermarktungszwecken ist untersagt!


Maßgebend sind die jeweiligen Bodenrichtwertkarte mit Beschreibung der Wertzonen, die im Bauamt der Stadt Neuenbürg, Mühlstraße 24 in 75305 Neuenbürg, bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses eingesehen werden können.

Die Richtwertkarten gelten ab 01.01.2017 für die Dauer von zwei Jahren. Bodenrichtwerte haben keine bindende Wirkung.

Bei Fragen zu den Bodenrichtwerten steht Ihnen die
Stadtverwaltung Neuenbürg
Geschäftsstelle Gutachterausschuss
Mühlstraße 24
75305 Neuenbürg

Tel.: 07082 / 79 10 – 57
E-Mail: baurecht@neuenbuerg.de 

gerne zur Verfügung.


Festlegung von Richtwertbereichen bei nicht bewerteten Flächen der Bodenrichtwertkarte

Für landwirtschaftliche Nutzflächen [Acker] wurde ein allgemeiner Richtwert von
€ 1,50 /qm festgelegt.
Für Grünflächen [Unland] (keine Bebaubarkeit) wurde ein Richtwertbereich von € 1,- bis 5,-/qm festgelegt.
Für Wiesenflächen [Grünland] (innerörtlich) wurde ein allgemeiner Richtwertbereich von € 5,- bis 15,-/qm festgelegt.
Für grundstücksnahe Gartenflächen (keine Bebaubarkeit) wurde ein Richtwertanteil von ca. 15 % des BRW des angrenzenden Baugrundstücks festgelegt. Hierbei wird eine Bautiefe von 25 Meter, ein fehlender B-Plan oder eine fehlende Baugrenze vorausgesetzt.  
Für Kleingartengrundstücke [eingefriedet ggf. mit Gartenhaus] wurde ein Richtwertbereich von € 10,- bis 15,-/qm festgelegt.
Für Verkehrsflächen wurde ein Richtwert von €  50,-/qm festgelegt.


Bodenrichtwerte (allgemeine Definition)

 

Bodenrichtwerte sind durchschnittliche Lagewerte, bezogen auf den Quadratmeter Grundstücksfläche, die gemäß § 196 BauGB vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte für eine Mehrzahl von Grundstücken mit im wesentlichen gleichen Nutzungs- und Wertverhältnissen ermittelt werden. In bebauten Gebieten sind die Bodenrichtwerte mit dem Wert ermittelt, der sich ergeben würde, wenn der Boden unbebaut wäre. Bodenrichtwerte werden für baureifes und bebautes Land abgeleitet. Abweichungen eines einzelnen Grundstücks in den Wert bestimmenden Eigenschaften, wie z. B. Erschließungszustand, Lage, Art und Maß der baulichen Nutzung, landwirtschaftliche Nutzungsart, Immissionen, Bodenbeschaffenheit und Grundstücksgestalt (Form, Größe, Tiefe), Flächen oder Maßnahmen zum Ausgleich im Sinne § 1a (3) BauGB, können in der Regel entsprechende Abweichungen seines Verkehrswertes vom Bodenrichtwert bewirken. Insofern müssen die Bodenrichtwerte nicht identisch mit dem Verkehrswert oder dem Kaufpreis eines Grundstücks sein und können im Einzelfall eine sachverständige Wertermittlung nicht ersetzen.


Bei der Ermittlung der Bodenrichtwerte sind sog. Altlasten (z.B. Verunreinigungen des Untergrundes), im Grundbuch eingetragene Lasten und Beschränkungen, Eintragungen im Baulastenverzeichnis, nachteilige Bodenbeschaffenheiten (z.B. Böschungen), der Wert vorhandener baulicher Anlagen, Anpflanzungen etc. nicht berücksichtigt.


Bodenrichtwerte haben keine bindende Wirkung. Rechtsansprüche hinsichtlich des Bauleitplanungs- oder Bauordnungsrechts (z.B. Bebaubarkeit eines Grundstücks) oder gegenüber den Landwirtschaftsbehörden können aus den Bodenrichtwertangaben nicht abgeleitet werden. Insbesondere für die Entwicklungszustände Bauerwartungsland (BEL) und Rohbauland (RBL) wird darauf hingewiesen, dass keine parzellenscharfe bzw. verbindliche Aussage getroffen werden kann.

 

 

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