Stadt Gößnitz /Thüringen


 

Seit der Wende bestehen freundschaftliche Beziehungen zwischen der Stadt Neuenbürg/Enzkreis und der Stadt Gößnitz/Altenburger Land. Im Juli 1990 sprach sich der Neuenbürger Gemeinderat für eine Städtefreundschaft mit Gößnitz aus. Im Rahmen des "Aufbaus Ost" besuchte Bürgermeister a.D. Ernst Fischer die Stadt und unterstützte sie bei ihren Bemühungen um eine moderne Verwaltungs- und Infrastruktur. Gegenseitige Besuche der Gemeinderatsgremien schlossen sich an.

 

 

Kurzes Portrait der Stadt Gößnitz

 

Die erste urkundliche Erwähnung von Gößnitz stammt aus dem Jahr 1253. 1672 wurde Gößnitz zum Marktflecken erhoben, 1718 wurden ihm die Stadtrechte verliehen. Gößnitz hat fast 5000 Einwohner und liegt an der B93, etwa 15 Kilometer südlich der Kreisstadt Altenburg, 60 Kilometer von Leipzig und 115 Kilometer von Dresden entfernt. Zur Stadt Gößnitz gehören die Stadtteile Hainichen, Nörditz und Naundorf mit Pfarrsdorf und Koblenz. Gößnitz und die Nachbargemeinden Ponitz (1900 Einwohner) und Heyersdorf (160 Einwohner) arbeiten seit 1995 als Verwaltungsgemeinschaft zusammen, wobei Gößnitz als erfüllende Gemeinde die Verwaltungsaufgaben für beide Orte wahrnimmt. Im Jahr 1995 entstand in Gößnitz ein neues Schulzentrum mit Grund- und Regelschule sowie Sporthalle. Neben dem Schulzentrum befindet sich ein Freibad. Das ehemalige Schulgebäude aus dem Jahr 1899 wurde zu einer modernen Wohnanlage umgestaltet. Im Jahr 1999 konnte im Ortsteil Hainichen das neue Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt eingeweiht werden. In einem rekonstruierten Fachwerkhaus befindet sich seit 1999 eine Heimatstube. Aus dem alten Schulgebäude von 1861 entstand das Kultur Centrum Gößnitz mit dazugehöriger Mehrzweckhalle. Dort sind die Bibliothek, die Musikschule, ein Konzertsaal und mehrere Vereine untergebracht. Zu den größeren Gewerbebetrieben zählen das Netto-Zentrallager, die Firma Gastromaschinen GmbH, das Apollowerk (Pumpen- und Pumpenanlagenhersteller), die Firma Gößnitzer Stahlrohrmöbel GmbH, das Betonwerk Pleisse GmbH&Co.KG, sowie ein Autoverteiler-Zentrum und Spezialtransporte der Menke-Gruppe.

 

 

Kontaktadresse:

Stadtverwaltung Gößnitz

Freiheitsplatz 1

04639 Gößnitz/Thüringen

eMail: Stadt@Goessnitz.de

http://www.Goessnitz.de

Bürgermeister: Wolfgang Scholz

 

Dramatisches Hochwasser in unsere Partnerstadt Gößnitz


„Land unter“ in Gößnitz – auch im Bereich des Wohnparks „Alte Schule“ und der Stadtapotheke. Dieses Bild entstand zwei Tage nach dem Höchststand, als das Hochwasser bereits etwas zurückgegangen war.


Von Sportplatz kann keine Rede mehr sein; er ist vom Wasser vernichtet worden.


Das Rathaus in Gößnitz – aufgenommen im August vorigen Jahres. Auch dieses stand mit einigen Metern unter Wasser.


Eine der beiden zerstörten Brücken in der Innenstadt (aufgenommen zwei Tage nach der Flut).



Neuenbürgs Partnerstadt braucht Hilfe

Innenstadt war total überflutet /  Weitaus größere Ausmaße als im Jahre 2003


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,


ganz Deutschland ist geschockt von dem, was das neuerliche Jahrhundert-Hochwasser in weiten Teilen des Bundesgebietes angerichtet hat. Auch ich persönlich sowie die Mitglieder des Gemeinderates und die Bediensteten der Stadtverwaltung sind zutiefst berührt, über das, was diese Flutkatastrophe in vielen Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg, aber weit mehr noch sowohl in Bayern als auch in neuen Bundesländern – Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen – angerichtet hat. Viele Menschen verloren nicht nur ihre Wohnungen, sondern vor allem ihr Hab und Gut.


Zu den stärksten betroffenen Kommunen im östlichen Teil Deutschlands zählt auch unsere Partnerstadt Gößnitz im Landkreis Altenburger Land. In einem persönlichen Telefongespräch habe ich von meinem dortigen Amtskollegen, Bürgermeister Wolfgang Scholz, erfahren, dass viele Einwohner in Gößnitz völlig am Boden sind. Zudem erklärte er mir gegenüber, dass es in Gößnitz noch nie solch ein verheerendes Hochwasser gab und es die schlimmste Katastrophe ist, die Gößnitz je heimgesucht hat. Insgesamt sei von der Gesamtgemarkung mehr als ein Viertel überschwemmt worden – die Innenstadt sogar total. Nach der Katastrophe  2002 sei in Sachen Hochwasserschutz sehr viel getan worden. Der Pegelstand konnte damit ohne Probleme die 3,50 Marke erreichen. Doch das genügte – wie man jetzt weiß – absolut nicht: Diesmal stieg der Pegel auf 4,50 Meter – und damit über alle Schutzmaßnahmen hinweg. Und der ganze „Spuk“ dauerte „nur“ 16 Stunden: Von Sonntag, 2. Juni, ca. 18.00 Uhr, bis Tags darauf, Montag, 3. Juni, ca. 12.00 Uhr. Normalerweise sei die Pleiße – genauso wie die Enz in Neuenbürg – ein kleiner Fluss von gerade mal 90 km Länge, der dann in die Weiße Elster fließt.


Wie mir mein Kollege Wolfgang  Scholz noch sagte, habe die neue, noch nicht lange freigegebene Umgehungsstraße leider eher zur Verschärfung der Hochwassersituation beigetragen, als zur Entschärfung. Nun werde in der Stadt aufgeräumt und dadurch sei die eigentliche Katastrophe mit den unbeschreiblichen Schäden erst jetzt so richtig zu erkennen. Sehr häufig sei von den Einwohnern – leider – keine (Elementar-)Versicherung abgeschlossen worden, so dass dadurch ganze Existenzen völlig ruiniert sind.
Gerade deshalb, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ist wie ich finde vor allem anderen erst mal eine  finanzielle Hilfe von großer Wichtigkeit, damit die schwer betroffenen Bürgerinnen und Bürger in unserer Partnerstadt wenigstens einen kleinen Hoffnungsschimmer haben können. Und deshalb wiederum ist es mir ein großes Bedürfnis, Sie an dieser Stelle um persönliche Hilfe für Gößnitz zu bitten, nicht nur für die Stadt als solche, sondern vor allem für die so schwer geschädigten Bürgerinnen und Bürger dieser rund 4039 Einwohner zählenden Kommune in Thüringen. Bitte zeigen Sie Herz und helfen Sie mit, diesen Menschen wieder zu einer Zuversicht und zu einer neuen Chance zu verhelfen. Sie können Ihre Spende mit ihrem persönlichen Namen und mit dem Namen Neuenbürgs sowie dem Hinweis „Flutkatastrophe“ versehen direkt auf das Spendenkonto Nr. 1 200 061 426   (BLZ: 830 502 00 / Kennwort: Flutkatastrophe 2013) bei der Sparkasse Altenburger Land einbezahlen.


Übrigens: Bei der Schadensprüfung im Neuenbürger Stadtgebiet hat sich hinsichtlich des Hochwassers gezeigt, dass nur geringe Schäden entstanden sind. Dagegen ist Gößnitz immens schwer getroffen worden. Aus Gründen der Solidarität habe ich dem Gemeinderat deshalb vorgeschlagen, dass wir uns hier in Neuenbürg solidarisch mit unserer Partnerstadt zeigen und finanzielle Hilfestellung leisten. Neben diesem Spendenaufruf im „Stadtbote“ ist es für Neuenbürg also eine Selbstverständlichkeit, der Partnerstadt Gößnitz auch von kommunaler Seite einen finanziellen Grundstock in Höhe von 10.000 € als Unterstützung zur Verfügung zu stellen. Zum Vergleich: für das Festwochenende bezüglich 20 Jahre Städtepartnerschaft Neuenbürg / Sainte Maxime hat die Stadt vor wenigen Wochen einen fünfstelligen Eurobetrag  ausgegeben.


Allen, welche meinem Aufruf folgen und unserer Partnerstadt in Thüringen finanzielle Hilfe gewähren, gilt schon jetzt mein aufrichtiger, herzlicher Dank!

Mit solidarischen Grüßen

Horst M a r t i n
B ü r g e r m e i s t e r


Spendenkonto:

Sparkasse Altenburger Land

Kto-Nr. 1200061426

BLZ: 830 502 00

Kennwort: Flutkatastrophe 2013



Während die Länder im Westen der Bundesrepublik hinsichtlich des zweiten Jahrhunderthochwassers innerhalb von elf Jahren einigermaßen glimpflich, also mit einem „blauen Auge“ davon gekommen sind, hat sich aufgrund dieser neuerlichen Katastrophe in den östlichen Ländern – von Bayern bis Niedersachsen – dramatisches abgespielt. Und zwar weitaus dramatischer als beim Jahrhunderthochwasser  2002.. Zu den am stärksten betroffenen Gemeinden in Thüringen gehört die Neuenbürger Partnerstadt Gößnitz, im oberen Pleißetal gelegen. Wie in Fernsehsendungen gezeigt und auch vom dortigen Bürgermeister, Wolfgang Scholz, ausdrücklich bestätigt, ist die Partnerstadt angesichts der enormem Schäden dringend auf Hilfe und Unterstützung angewiesen. Der Stadtkern völlig evakuiert werden, damit keine Bewohner zu Schaden kommen.In einer ersten Mail teilte Bürgermeister Scholz den Bürgerinnen und Bürgern der Partnerstadt im Nordschwarzwald folgendes mit:  „Das Hochwasser am 02. Juni 2013 hatte ein weitaus größeres Ausmaß, als das Hochwasser von 2002. Am 02. Juni wurde gegen 18:00 Uhr die Innenstadt überflutet. Das Wasser hatte einen Stand über  1,60 m. Seit den Morgenstunden wurden die Bürger aufgefordert ihre Fahrzeuge aus der Innenstadt zu bringen.


Evakuierungsmaßnahmen gab es am Nachmittag, ca. 300 Personen wurden evakuiert. Jetzt, nachdem das Wasser zurückgegangen ist, sehen wir das Ausmaß der Schäden. Viele unserer Gewerbetreibenden haben einen wirtschaftlichen Totalschaden zu verzeichnen. Auch Bürger haben ihre komplette Einrichtung durch das Hochwasser verloren. Die Freiwilligen Feuerwehren waren seit Sonntag im Einsatz. Derzeit werden durch die Bürger und freiwillige Helfer die Keller und Wohnungen beräumt. Vereinzelte Haushalte haben noch keinen Strom. Ich habe mir schon einen Überblick über die kommunalen Schäden verschafft, zwei Brücken sind komplett zerstört. Unser Sportlerheim mit Kegelbahn ist ebenfalls stark betroffen, der Kindergarten Knirpsenland, mehrere Straßen. Auch unsere  Feuerwehr hat leider selbst auch in ihrem Gebäude größere Schäden von ca. 100.000 € zu verzeichnen (Fahrzeugschaden, Pumpen, Schläuche usw.) Sicherlich wird es in den nächsten Wochen und Monaten für viele Bürger und Gewerbetreibende  schwierig werden, wieder zu einer normalen Situation zurückzufinden. „Aber  wir schauen mit Zuversicht nach vorn!“, betonte Wolfgang Scholz.